Ein Fußball liegt auf auf einem Stück Rasen, auf dem ein Euro-Zeichen als Schatten zu sehen ist. © fotolia/thaiview

Hintergrund

Was ist Financial Fairplay?

Das Financial Fairplay (FFP) ist die Fortschreibung des Reglements der Europäischen Fußball-Union UEFA für die Teilnahme an den europäischen Clubwettbewerben. Eine wesentliche Neuerung besteht seit 2015 und betrifft die finanziellen Kriterien, die der steigenden Verschuldung der europäischen Vereine entgegenwirken sollen. Die Clubs müssen im Verlauf der jeweils vergangenen drei Jahre relevante Ausgaben durch relevante Einnahmen mindestens ausgleichen.

Sollte dies nicht der Fall sein, wird zusätzlich das Jahr davor betrachtet, um zu beurteilen, ob zumindest eine positive Entwicklung zu erkennen ist. Die Differenz von Ausgaben zu Einnahmen darf momentan bis zu einem Betrag von 30 Millionen Euro (in drei Jahren) durch private Geldgeber oder Investoren ausgeglichen werden. Vereine, die sich daran nicht halten, können durch die UEFA sanktioniert werden.

UEFA: So arbeitet die CFCB

Kontrolliert wird das Financial Fairplay durch den "Club Financial Control Body" (CFCB) der UEFA. Es ist eine unabhängige Einheit, die aus der Ermittlungs- und der Bestrafungskammer besteht. Die Verfahrenregeln erlauben es der Ermittlungskammer, Vergleichsvereinbarungen abzuschließen, ohne den Fall an die Bestrafungskammer zu verweisen. Unter der Voraussetzung, dass der Abschluss eine effektive, gerechte und abschreckende Einigung ist. Vergleichsvereinbarungen sind das Ergebnis aus den Verhandlungen zwischen der Ermittlungskammer und den betroffenen Clubs. Nach den Regeln ist die UEFA verpflichtet, das Personal für die CFCB zur Verfügung zu stellen sowie die Infrastruktur und die administrative Unterstützung, die zur Erfüllung der Aufgaben erforderlich ist.

Dieses Thema im Programm:

Das Erste | Reportage & Dokumentation | 04.11.2018 | 21:45 Uhr

Stand: 02.11.18 18:00 Uhr